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    Design zum günstigen Preis: Tipps von Superhost Huma

    Eine Moderedakteurin und Superhost verrät ihre Geheimnisse rund ums Geldsparen.
    Von Airbnb am 9. Apr. 2019
    Lesezeit: 4 Min.
    Aktualisiert am 5. März 2020

    In Stockwell im Süden Londons steht ein hellgrünes viktorianisches Haus mit himbeerfarbener Tür. Wer den Messingknauf in der Mitte der Tür drückt und die alte Treppe hinaufsteigt, den erwartet ein Vintage-Bett, das in Sonnenlicht getaucht auf Holzdielen steht und sich von satt türkisfarbenen Wänden abhebt. Willkommen imZuhause von Superhost Homa, einem historischen Haus mit vier Schlafzimmern und moderner Ausstattung.

    „Eine Symphonie hinreißender Ästhetik“, schwärmt Mimi aus Wien in Österreich – nur eine von vielen Gästen, die Humas Stil und Einrichtung kommentiert haben. „Jedes kleine Detail ist so geschmackvoll durchdacht, und jedes einzelne Möbelstück hat seine eigene kleine Geschichte.“

    Wenn man sieht, mit wie viel Sorgfalt Huma ihr Zuhause dekoriert hat, fällt es schwer zu glauben, dass sie keine professionelle Erfahrung als Innenarchitektin hat, sondern nur eine Leidenschaft für Wohndesign besitzt, die sie durch ihre Aktivität als Gastgeberin pflegt.

    Die Superhost-Gastgeberin hat sich während der Renovierung eines Bücherregals etwas Zeit genommen und uns erzählt, wie sie mit dem Gastgeben begonnen hat. Darüber hinaus gibt sie wertvolle Tipps, wie man mit wenig Geld ein altes Haus renoviert und wie sie ihre Aktivität als Gastgeberin mit einem Vollzeitjob als Zeitschriftenredakteurin in Einklang bringt.

    Alles in deinem Zuhause ist so bezaubernd und perfekt arrangiert. Hat dir deine Erfahrung mit Zeitschriften dabei geholfen?
    „Ich arbeite als Redakteurin für ein unabhängiges Modemagazin. Aber ich interessiere mich schon sehr lange für Inneneinrichtung. Viel länger, als ich für Zeitschriften arbeite. Ich habe schon Dinge für meine erste Wohnung gesammelt, bevor ich überhaupt eine Wohnung hatte. Ich liebe zum Beispiel Besteck. Und ich verschlinge Einrichtungs-Magazine. Ich habe mir ständig vorgestellt, wie ich mein erstes Zuhause einrichten würde.“

    Und dann hast du beschlossen, dies in deine Aktivität als Gastgeberin bei Airbnb einfließen zu lassen?
    „Nun, als ich 2012 Mitglied wurde, standen die Olympischen Spiele an und jeder erzählte mir, wie viel man damit verdienen könnte. Ich hatte nicht vor, ein Vermögen zu verdienen, aber ich musste einige Ausgaben decken. Ich wusste damals nicht, ob ich meine Wohnung vermieten oder verkaufen sollte. Erst 2016 begann ich, mein eigenes Zuhause an Gäste zu vermieten. Vorher hatte ich Mitbewohner und beschloss einfach, eines der Zimmer bei Airbnb anzubieten. Es war eigentlich nur als vorübergehende Lösung gedacht. Aber dann begann ich, einen Raum nach dem anderen auszustatten. Seit dem Auszug meiner letzten Mitbewohnerin im vergangenen Sommer biete ich alle drei Zimmer bei Airbnb an. Es gab keinen Plan – die Sache nahm einfach so ihren Lauf.“

    Erzähl uns von der Renovierung deines Hauses. Sieht nach einem ziemlichen Unterfangen aus.
    „Das Haus wurde grundlegend renoviert. Ich möchte nicht wissen, wie viel ich dafür ausgegeben habe, aber ins Geld gingen vor allem die Handwerker: Bauarbeiter, Klempner, Verputzer, und all die Dinge, die ich selbst nicht kann. Für die Einrichtung habe ich viel weniger ausgegeben, als die Leute denken würden. Ich bin eine echte Schnäppchenjägerin. Ich zahle selten den vollen Preis für irgendetwas. Viele meiner Möbel sind Vintage-Stücke, die ich sehr günstig bei eBay ergattere. Einen Teil habe ich sogar umsonst bekommen. Einfach, weil ich darauf gestoßen bin. Zum Beispiel, als ich meinen Bruder besuchte. Ich sah einen Stuhl und schrie: ‚Halt an!‘ Der Stuhl hatte eine wirklich schöne Form und war nicht wurmstichig, worauf man immer achten sollte. Ich konnte ihn also lackieren. Ich kann dafür sorgen, dass ein in die Jahre gekommenes Stück wieder wie neu aussieht – solange das Material in Ordnung ist.“

    Glaubst du, dass sich all die Schnäppchenjagd und die Lackierarbeiten gelohnt haben?
    „Oh ja. Ich glaube, die Leute buchen meine Unterkunft vor allem wegen ihrer Optik und der Einrichtung. Es fällt ihnen auf und sie geben entsprechende Kommentare ab.“

    Hast du Tipps für Gastgeber, die ihr Zuhause neu dekorieren möchten, aber nicht wissen, ob sie die Zeit oder das Geld aufbringen können?
    „Der kostengünstigste Weg, einem Raum ein neues Gesicht zu verpassen, ist Farbe. Was das Preis-Leistungs-Verhältnis betrifft, kann man mit Farbe sehr, sehr viel erreichen. Ich persönlich halte weiße Farbe für eine schlechte Wahl. Sofern deine Unterkunft kein loftartiges Fabrikding ist, wirken weiße Wände kalt und nichtssagend. Außerdem werden sie ziemlich schnell schmutzig. Die Farbe, die ich am häufigsten verwende, ist Grau. Grau verleiht einem Raum einen neutralen Hintergrund, der zu allem passt, aber raffinierter als Weiß ist und nicht so schnell schmutzig aussieht. Ein helles Grau ist eine gute Wahl für Leute, die es nicht gewohnt sind, mit Farbe zu arbeiten. Es passt so ziemlich zu allem.“

    Wie vereinbarst du deine Aktivität als Gastgeber mit deinem Vollzeitjob?
    „Ich arbeite an den meisten Tagen von zu Hause aus. Das erlaubt mir, als Gastgeberin sehr flexibel zu sein. Wenn ich den ganzen Tag in einem Büro verbringen würde, wäre ich dazu wohl nicht in der Lage. Ich habe beide Bildschirme geöffnet und kann so nahtlos zwischen meiner Verwaltungstätigkeit und Korrespondenz bei Airbnb und meiner Zeitschriftenarbeit hin- und herwechseln. Ich kann nicht immer sofort antworten, aber meistens schaffe ich es innerhalb von 30 Minuten. Die Gäste sind in der Regel ziemlich beeindruckt davon und wissen es zu schätzen. Ich starre aber nicht ständig auf den Computerbildschirm, sondern werde von der Airbnb-App benachrichtigt.

    Morgens beim Kaffee bringe ich mich auf den neuesten Stand, damit ich den Rest meines Tages planen kann.

    Aber ich muss wirklich dranbleiben, organisiert sein und mir einen Plan zurechtlegen, was ich zuerst reinigen und vorbereiten muss. Das Schlafzimmer steht immer an erster Stelle. Das Letzte, was man will, ist, dass das Schlafzimmer halb fertig ist, wenn der Gast eintrifft. Danach nehme ich mir die Badezimmer vor.“

    Möchtest du noch etwas hinzufügen?
    „Am Anfang war ich immer besorgt, wenn in einem Monat nicht allzu viele Buchungen anstanden. Aber ich habe gelernt, die Dinge entspannter zu sehen. Wenn ihr euer Bestes gebt, kommen die Buchungen von selbst. Habt einfach Vertrauen und glaubt daran. Oh, und so viel putzen und waschen werdet ihr in eurem ganzen Leben nicht mehr.“

    Airbnb
    9. Apr. 2019
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